«Wir werden versuchen, euch den Unterschied zwischen dem Begehren und dem Nichtbegehren, verständlich zu machen.
Wir möchten, dass ihr versteht, denn es bestehen Schwierigkeiten wegen dem häufigen Unverständnis der Worte, der ungeeigneten Benutzung der Worte.
Wie ihr wisst, ist jedes menschliche Wesen gekommen, das Leben mit einem festgelegten Programm zu experimentieren. Das Begehren ist Bestandteil dieses Programms. Indessen empfindet das menschliche Wesen dieses Verlangen nach dem Licht das ihn nach vorne drängt und einem entgegengesetzten Drang der ihn noch tiefer in die Dichte drückt. Wunsch oder Begehren sind aus unserer Sicht verhältnismäßig gleich.
Ein Wesen, das mit einer besonderen spezifischen Programmierung gekommen ist, welches eine junge Seele ist, ohne die notwendige geistige Aufgeschlossenheit zu besitzen, die sie auf dem Weg leitet, wird von Begehren aller Arten überfüllt werden (und der Ausdruck überfüllt ist Tatsache). Eine Begierde jagt die Andere, sie wird nie zufrieden sein. Dieses Wesen wird sich nicht mal bewusst sein was das Nichtbegehren sein kann.
Die zweite Figurenkonstellation kann sich auf jeden derjenigen anwenden, die schon einen Weg zurückgelegt haben. Viele unter euch sind „alte“ Seelen die schon viel das allmächtige Begehren in Erfahrung gebracht haben, diejenige, die euch in manchen Leben erstickte, später, nach und nach habt ihr begriffen, dass nicht diese Begierde für euch von Bedeutung war. Anschließend hat sich euer Begehren viel höher angesetzt. Das Wesen, das in der Materie unterwegs ist, kann nicht ohne Begierde sein.
Wenn ihr beginnt euch dem Licht und der Liebe zu öffnen, ist euer Begehren noch immer so machtvoll wie dasjenige des Wesens das nicht den spirituellen Weg beschreitet, nur ist das eure ein Begehren der Schönheit, des Vorankommens und der Öffnung, ein Wunsch zur Liebe und zum Dienen, und ihr habt eine Kraft, ein starkes Verlangen zum Licht voranzukommen, zur immensen Liebe die euer Herz belebt. Gewissermaßen ist es eine gleichartige Kraft, abgesehen davon, dass diese zum Licht, zum Vorwärtskommen orientiert ist.
Wie jeder unter euch, hat auch der Neuling auf seinem Weg, menschliche Begierden. Eine davon ist, seine tägliche Arbeit rechtens zu verrichten, sein Leben richtig zu gestalten, sei es auf der materiellen, der spirituellen, der familiären, der Gefühls- oder der Beziehungsebene. Dies ist eine andere Facette der Begierde. Wir werden auf seine vielfachen Aspekte zurückkommen.
Nun werden wir euch von der dritten Figurenkonstellation sprechen. Manche Wesen haben eine Inkarnation ohne besonderes Experimentieren ausgewählt um sich fast ausschließlich der spirituellen Suche hinzugeben. Diese Wesen haben sich keinen Zwang, keine Familie zur Last, keine spezifische Arbeit auferlegt; sie befinden sich in Abteien, in Klöstern, es sind Mönche oder Menschen deren Philosophie gänzlich nach der Vollkommenheit ausgerichtet ist. Sie müssen diese berühmte Begierde viel stärker bekämpfen als die Menschen die, wie ihr, unterwegs sind, denn sie sind permanent von ihrem angeborenen Wunsch frustriert, ein normales Leben zu führen und anerkannt zu sein. Tausend und eine Begierde bestürmen sie permanent, jedoch haben sie in ihrer Programmierung die Wahl getroffen, sich von jeglichem Begehren zu entledigen, permanent im absoluten Verzicht zum Leben zu sein, permanent im Gebet, in Verbundenheit zu sein, und dies fällt ihnen schwerer als irgend wem. Sie haben einen Wunsch zum Absoluten, den sie nicht verwirklichen können, oder den sie nur mittelmäßig verwirklichen, denn ihre menschliche Persönlichkeit ist permanent frustriert. Ihnen ist die Tatsache bewusst, berücksichtigen zu müssen, durch die Persönlichkeit welche sie dirigiert, in der Materie eingeschlossen zu sein.
Manche außergewöhnliche Wesen, die ihr Leben programmiert und dem Gebet, der spirituellen Erhebung, dem Verzicht und dem Nichtbegehren gewidmet haben, erreichen ihr Ziel. Diese sind in der Tat verwirklichte Wesen, Wesen die nichts mehr zu beweisen oder zu experimentieren haben. Das Begehren hat bei ihnen keine Daseinsberechtigung mehr und ihr Leben ist nach einer völlig anderen Art orientiert, es ist nur noch auf alles, was sie über ihre Brüder projizieren können ausgerichtet. Sie existieren ohne zu existieren, sie haben ein Leben, hauptsächlich nach der Hingabe, nach dem Licht ausgerichtet, denn die Pforten des menschlichen und spirituellen Bewusstseins haben sich weit geöffnet. Diese Wesen können sehr große Lehrmeister für eure Welt sein, jedoch äußert sich die Begierde sobald sie in die Welt eintreten oder selbst beim Unterrichten. Deswegen leben die großen Meister, die großen verwirklichten Wesen, oft außerhalb der Welt, wobei sie auf der okkulten Ebene, eine wichtige Tätigkeit für sie verrichten.
Ein jeder von euch muss leben mit dem was er ist und wie er ist. Ihr sollt nicht das Verlangen des Nichtbegehrens haben, denn in diesem Fall trennt ihr euch von den Experimentierungen des Lebens. Stellt euch einen Maler vor, dessen innigster Wunsch wäre, ein wunderschönes Bild zu malen. Er wird seine ganze Energie, seine ganze Intuition mit einbringen. Das Verlangen, die Schönheit zu erreichen wird sich in seinem tiefsten Innern befinden und ihn permanent stimulieren. Ebenso wird es für einen Musiker und für jeden Artisten sein, für jedes Wesen das die Vollkommenheit in der Tätigkeit die es verrichtet, sucht. Somit, wenn ihr diese Wesen um das Begehren bringt, macht ihr Krüppel aus ihnen, vom Leben und von ihnen selbst getrennt.
In manchen Philosophien betrifft hauptsächlich das Nichtbegehren, die, verhältnismäßig von der Welt losgelösten Wesen, welche sich in Klöster oder auf der Suche nach dem Selbst befinden. Dies richtet sich nicht an den Auftrag den ein jeder von euch auf dieser Welt hat.
Wir möchten euch gerne den Unterschied zu verstehen geben, zwischen dem primären Begehren, hauptsächlich an die Materie und an die niederen Instinkte gebunden und dem Verlangen das euch täglich mehr zu höheren Gipfeln bringt. Wenn ihr dies wirklich begriffen habt, werdet ihr euch, bezüglich der Begierde, keine Frage mehr stellen, ihr werdet wissen, dass sie auch euer Antrieb ist. Begehrt stetig das Schöne, das Licht, die Liebe, begehrt eure eigene Umwandlung, begehrt euren Aufstieg zu höheren Bewusstseinsebenen. Es ist nicht verboten, diese Begierde, die euch stimuliert und euch täglich ermöglicht mehr und mehr voranzukommen, zu äußern. Selbst wenn eure Schritte klein sind, wird das Begehren stets der Ansporn sein, der euch voranbringen wird.
Habt ihr, oder wollt ihr, bezüglich unserer Aussage einen Zusatz an Informationen?»
Anders ausgedrückt, um in dem Nichtbegehren zu sein, muss man so gut wie ein verwirklichtes Wesen sein!
«Man muss verwirklicht und nicht mehr tatsächlich im Leben sein.»
Sie zeigen mir ein Bild und sprechen von Zarathustra.
«Dieses Wesen verbrachte einen großen Teil seines Lebens in einer Grotte. Er war vollständig außerhalb vom Begehren, jedoch war er schon nicht mehr vollständig Mensch. Indessen begriff er, dass dank seiner menschlichen Natur, die nichtsdestoweniger vorhanden war, er seinen Brüdern erheblich helfen konnte, durch seine Verwirklichung, durch das was er begriffen, integriert und in sich verwirklicht hatte.
Ebenso war es bei Buddha. Buddha hatte sozusagen keine Begehren mehr, jedoch hatte er noch eine menschliche Begierde, nämlich diejenige, seine gesamte Weisheit, alles was er begriffen hatte, zu übertragen, damit es allen Menschen nach ihm, zu Gute kommt.
Manchmal versteht ihr den Sinn der Worte nicht recht, den Sinn dessen was ihr den Worten geben wollt oder was manche Philosophien mit Worten ausdrücken und dies ist es was gewisse Fehler oder Missverständnisse hervorruft. Es ist wichtig dies zu verstehen.
Die Begierde ist auch ein Vetter der Lossagung, wer überhaupt kein Verlangen mehr hat, hat auch kein Anhängen mehr. Dies wird euch in eurer Existenz überhaupt nicht abverlangt! Ganz im Gegenteil, von euch wird verlangt, euch der Begierde als Sprungbrett zu benutzen um viel höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen. Für euch wird das Begehren ein Aufzug sein, wenn ihr recht versteht was er ist und was er euch geben kann.
In eurer aktuellen Gesellschaft, ist ein Wesen ohne Begehren, ein Mensch der sich leicht manipulieren lässt und keinen Zusammenhalt hat. Seid nie solch ein Wesen! Dennoch wissen wir, dass es für euch nicht zutrefft.»
War Jesus, unser großer Bruder, im Nichtbegehren?
« Zum Schluss war er im Nichtbegehren. Am Anfang war er in seinem Auftrag, und diesbezüglich war das Begehren, ihn zu gutem Ende zu bringen, für ihn erforderlich. Jedoch kann man das Begehren der verwirklichten Wesen, welche für diesen Planeten wirken, nicht auf die gleiche Stufe stellen wie dasjenige der Menschen die ebenfalls in dieser Welt wirken, jedoch auf eine völlig unterschiedliche Art. Das Begehren der Wesen wie Jesus, Buddha und manche Anderen, welche hauptsächlich auf die Welt kamen um das Licht zu bringen, befindet sich in Wirklichkeit auf völlig verschiedenen Bewusstseinebenen.
Jesus hatte kein materielles menschliches Begehren, und selbst seine Gefühlsbegehren waren zurückgestellt, obwohl er Liebe für die Seinen empfand. Er wirkte mit den Möglichkeiten die er hatte, eingeschränkt durch seine materiellen Hülle. Seine Möglichkeiten jedoch, waren immens, denn er hatte das menschliche und Göttliche Bewusstsein vereinigt und sogar weit darüber hinaus. Es war sein Göttliches Bewusstsein das stets wirkte. Das Göttliche Bewusstsein benötigt kein Begehren mehr, es vollbringt einfach den Auftrag ohne seelische Verfassung.»
Wenn ich richtig verstanden habe, hat das Begehren je nach unserer Bewusstseinsebene, nicht denselben Sinn!
«Absolut! Das Begehren kann die Anregung sein um die ausgewählte Existenzebene anzuwenden. Bei Jesus war das Begehren lediglich spirituell (das Wort Begehren ist übrigens ungeeignet.)
Wichtig ist, wohl den Unterschied zwischen all diesen Ebenen der Begierde zu erkennen. Ihr selbst habt schon keine primären Begierden mehr, all euer Begehren ist auf euer eigenes Vorankommen ausgerichtet. Gewiss habt ihr noch Verlangen nach Verbesserung im Verhältnis zu dem was ihr seid, ihr habt den Wunsch, euer Leben, auf eine, nach Möglichkeit, harmonische Art zu verbringen, ihr habt den Wunsch, so gut wie nur möglich das zu tun, was ihr täglich zu verrichten habt, jedoch sind all diese Wünsche zum Licht hin ausgerichtet; die niederen Begehren existieren nicht mehr in euch, ihr konzentriert eure Existenz nicht mehr in Bezug, auf das primäre Begehren, auf das Geld, auf sexuelle Vergnügen, auf die Macht, denn all das gehört nicht mehr zu eurem Leben, ihr habt es transzendiert. Ihr habt nicht mehr das Verlangen, auf der materiellen Ebene erfolgreich zu sein. Euer Begehren um Erfolg ist ausschließlich spirituell.»
Bezüglich der Begierden, wo werden die Menschen sich befinden, wenn sie in der vierten Dimension sein werden?
Die Begierde ist eine Eigenschaft der materiellen Welt, der Welt der Dichte der dritten Dimension. In der vierten Dimension ist das Begehren noch vorhanden, jedoch verschieden, da es noch die treibende Kraft des Aufstiegs sein wird. Von der fünften Dimension ab, wird das einzig vorhandene Begehren, dasjenige sein, stets der Quelle zu huldigen durch hervorbringen von Schönheit, durch stetiges ausströmen von Liebe und Schönheit. Die Begierden werden noch da sein, jedoch so anders und für euch nicht vorstellbar!
Ihr könnt die Subtilität der fünften Dimension, die Subtilität des Verhaltens (das Wort Verhalten ist nicht angepasst), ganz einfach die Subtilität des Lebens nicht vorausahnen. Alles wird verschieden sein, die treibende Kraft wird nicht mehr dieselbe sein, es wird kein Ego mehr geben, ihr werdet weder euch noch den Andern etwas zu beweisen haben, weil ihr, wie in einem offenen Buch, in all euren Brüdern lesen werden können und sie werden dasselbe bei euch tun können; es wird nichts mehr zu verbergen geben, nichts mehr zu begehren, der einzige Wunsch der zurückbleiben kann, wird der Wunsch sein, Gott zu dienen, der Quelle zu dienen, das Begehren, euch jeden Tag mehr, in dieser immensen Liebe zu entfalten. Kann dies als Begehren in der menschlichen Sprache bezeichnet werden?
In der fünften, sogar in der sechsten oder in der siebten Dimension nicht! Die Parameter sind völlig anders, weil das Leben in sich völlig anders ist. Es ist das Gesetz der Harmonie und der Liebe das sich anwendet und nicht das Gesetz der Begierde.
Vor allem, versucht nicht im Nichtbegehren zu sein, denn ihr trennt euch von euch selbst, ihr trennt euch von der Erfahrung des Lebens, ihr trennt euch von eurer eigenen Evolution. Vergesst nie, dass die Evolution nur über die Experimente geht, und um die Experimente zu erleben, muss man sie begehren.»